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Schweigemarsch 2020

28.06.2020 | Am 1. Juli 2020 setzen Künstlerinnen und Künstler einen Schritt für die Befreiung von den verordneten Corona-Fesseln. Kulturschaffende aller Sparten und Bereiche treffen sich am kommenden Mittwoch Nachmittag zum Schweigemarsch über die Wiener Ringstraße.

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Kunst-, Kultur- und Sportveranstaltungen wurden Mitte März als erstes untersagt. Heute zeichnet sich ab, daß Kunst- und Kulturveranstaltungen als letztes wieder erlaubt sein werden, für eine ungewisse Zeit womöglich weiter nur unter strengen Auflagen. De facto besteht seit fünfzehn Wochen ein behördliches Arbeitsverbot – und damit verbunden ein Einkommensstopp. Für viele Betroffene geht es mittlerweile um ihre Existenz. Für Österreich steht dessen Ruf als Kulturland auf dem Spiel.

 

Eine Fehlentwicklung, der wir nicht tatenlos zusehen können. Also setzen wir Schritte. Am kommenden Mittwoch, dem 1. Juli 2020, werden sich zwei Demonstrationszüge aus entgegengesetzten Richtungen ganz langsam aufeinander zubewegen.

 


Treffpunkt Gruppe 1
15:00 Uhr, Urania – Stubenring, [Nebenfahrbahn, vor den Ministerien]


Treffpunkt Gruppe 2
15:00 Uhr, Schottentor, Universitätsring [Nebenfahrbahn, Höhe Uni-Wien]

Nach deren Zusammentreffen findet eine gemeinsame Abschlußkundgebung statt, voraussichtlich ab

16 Uhr vor der Karlskirche im Resselpark vor dem Moore-Teich.

 

Wir fordern sofortige Verhandlungen über

  • ein garantiertes Mindesteinkommen zumindest in der Höhe der Armutsschwelle, aktuell € 1.286,- netto, 12x im Jahr für einen Einpersonen-Haushalt, EPU und Neue Selbständige, sowie äquivalente Garantien für alle unselbständig im Kunst-, Kulturbereich Beschäftigten;
  • Kompensation aller Einnahmenausfälle seit März 2020;
  • ein Künstler/innen-Sozialversicherungsgesetz [KSVG] bzw. eine Sozialversicherung, die zu den zeitgenössischen Erwerbsrealitäten paßt und auch das Zusammenspiel von unselbständiger und selbständiger Tätigkeit mit Phasen der Erwerbslosigkeit berücksichtigt;
  • sofortige dauerhafte Verdoppelung des Budgets für Kunst und Kultur auf 1% des BIP;
  • Festlegung und Sicherung von Mindestgagen und Mindestbezügen [Kollektivverträge, Fair Pay] sowie Mindesthonorare über Rahmenverträge im neuen Urhebervertragsrecht;
  • dauerhafte Reduktion der Umsatzsteuer auf Umsätze von Kunstschaffenden auf 5%;
  • Einrichtung eines verlässlichen, ständigen und funktionierenden Entschädigungsfonds für außergewöhnliche Zeiten wie Pandemien;
  • Ausfallshaftungsfonds für Veranstalter/innen und Liquiditätsversicherung für EPU und Neue Selbständige;
  • Anhebung des Anteils von Musik aus Österreich im Radio auf den Europastandard von 42 Prozent und Abgeltung aller Rechte bei Onlinevermarktungen;
  • Umsetzung und konsequente Beachtung der UNESCO-Konvention für kulturelle Vielfalt in allen Kontexten, auch im sogenannten Fremdenrecht und dessen Durchführungspraxis. Mobilität statt Barrieren;
  • interministerielle Verhandlungen zur begleitenden Umsetzung der genannten Forderungen;
  • ein Ministerium für Kunst und Kultur.

 

Schweigemarsch 2020 LogoZum 22. Jahrestag des legendären „Umzugs der Maroden” – damals organisiert für ein eigenes Künstlersozialversicherungsgesetz – ziehen erstmals Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten und Bereiche vereint schweigend über die Wiener Ringstraße: am 1. Juli 2020 um 15 Uhr.